Newsletter 2/2014

29.04.14 - Holger Keppel

 




  1. BERICHTE AUS MALAWI

    Über meinen SES-Einsatz in Malawi habe ich etliche Wochenberichte versandt und Fotos hierüber können leider zur Zeit in meiner Galerie nicht mehr angeschaut werden.
    Dort wären auch Fotos von den Besuchen bei unseren künftigen Partner-NGO’s DAMRA, Rumphi/Jalawe und RENAMA, Blantyre zu sehen.
    Erste Ergebnisse siehe unter PROJEKTE.


    In diesem Jahr waren aber auch zwei weitere Mitglieder unseres Vereins in Malawi, Elke Faust (natürlich sowieso), sie hat ihre medizinische Gerätesammlung (aus Hessen) in Mzuzu verteilt. Nebenbei haben wir gemeinsam den von ihr und unserem Mitglied Dr.Dinkler-Everts unterstützten Taekwondo Club in Mzuzu besucht.


    Elke Faust war auch in Jalawe mit dabei, ebenso Renata Schramm, die alles ganz großartig vorbereitet hatte.


    Auf dem Rückweg von Rumphi in die Hauptstadt Lilongwe haben wir in Mzuzu auch Bernhard Schwarz in seinem Restaurant besucht, er gehört zu den Mitbegründern des Ditzinger Chipunga-Fördervereins, von dort habe ich für unsere künftigen Aktivitäten (Fest der Nationen etc.) Chipungakaffee und Makadamia- Nüsse mitgebracht, aus Lilongwe dann noch geschnitzte Schlüsselanhänger sowie Batik-Teile.
    Unser Schatzmeister Walter Gorhan war dann im März auch 14 Tage mit Elke Faust touristisch unterwegs, er hat geschnitzte Kugelschreiber in seinem Gepäck mitgebracht, darüber hinaus ist er jetzt auch vom „Malawi-Virus“ infiziert
  2. PROJEKTE

    Grundsätzlich gilt aus der Erfahrung anderer Organisationen, dass für ein erfolgreiches Arbeiten eine zuverlässige Partnerorganisation erforderlich ist. Diese haben wir sowohl für mögliche weitere Projekte mit DAMRA gefunden als auch mit RENAMA (Martina Kunert) und mit Power By Nature (Phil Blatt), beide Blantyre, bei den beiden letztgenannten gibt es noch den nicht zu gering einzuschätzenden Vorteil, dass diese beiden Organisationen von Deutschen geleitet werden, was die Kommunikation etwas vereinfacht. (Phil Blatt aus Brackenheim versteht sogar mein Schwäbisch und Martina Kunert Kurpfälzisch, weil sie an der Uni Mannheim Sozial-und Wirtschaftswissenschaften studiert hat)


    1. Maishilfe für Jalawe

      Als Ergebnis des Besuches in Jalawe hat der Vorstand – als erste Hilfsmaßnahme – beschlossen, dem dortigen „Großmütterprojekt“ 1000€ zum Kauf von Mais und Öl zur Verfügung zu stellen, dies wurde mit großer Freude aufgenommen. Dies wurde im Wesentlichen finanziert durch zwei größere Spenden über den malawischen Honorarkonsul Rudi Bieller und unser Mitglied Dr. Jens Berl, an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank.


      Weitere Spendenersuche meinerseits bei sieben großen Hilfsorganisationen, als auch bei den Kirchen blieben bis heute unbeantwortet.


      Spendensammeln geht übrigens nach dem Motto: „Mühselig ernährt sich das Eichhörnchen“, insofern ist er sehr erfreulich, dass unsere Mitglieder Fenn/Fleckenstein bei ihren Atelierabenden in der Löwenscheuer eine Spendenkasse aufgestellt haben, bereits am ersten Abend war sie mit 50€ gefüllt, auch hier herzlichen Dank für die Initiative.


      Mein Vortragshonorar für den VHS-Vortrag in Herrenberg über Malawi (200€), sowie die dort eingesammelten Spenden i.H.v. 180 €, sowie der private Kartenspielerlös (Keppel-Mann 100,-€) habe ich/wir gleichfalls dem Verein zur Verfügung gestellt.


      Langfristig könnte für Jalawe noch die Unterstützung bei einem Wasserprojekt anstehen, hier warten wir noch auf Vorschläge und Kostenangaben von DAMRA.

    2. Energiepatenschaften

      Diesem unserem nächsten größeren Projekt hat der Vorstand auf seiner letzten Sitzung zugestimmt, das Projekt befindet sich gerade in der Vorbereitungsendphase und wird beim nächsten Mitgliedertreffen am 15.5.14 vorgestellt werden.


      Wie von mir bereits berichtet führt sowohl das Kochen am klassischen “Drei-Steine Ofen“ als auch die Paraffinleuchten zu den größten gesundheitlichen Risiken für die Menschen in Malawi. Die Infektionen der unteren Atemwege, besonders bei Frauen und Kindern, sind gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die zweithäufigste Todesursache in den Entwicklungsländern, laut jüngstem WHO-Bericht (März 2014) sind im Jahr 2012 weltweit 4,2 Mio. Menschen daran gestorben.


      Durch das Energie-Patenschafts-Programm wird darüber hinaus der malawische Wald durch einen geringeren Brennholzbedarf ganz erheblich geschont.


      Zusammen mit unserem Partner POWER BY NATURE, Blantyre werben wir für solche Energiepatenschaften für malawische Familien bei unseren Mitgliedern, Freunden und Bekannten. Es kann sich also JEDER/JEDE mit einem einmaligen Betrag von 50 – 200 € (gegen eine Zuwendungsbescheinigung des Vereins) daran beteiligen.


      Die Solarlampen und energiesparenden Kochöfen (Chitetezo Mbaula) werden dann übrigens nicht verschenkt, sondern der Patenschaftsbeitrag stellt eine Art Mikrokredit dar, der in kleinen Beträgen in einen Fond zurückbezahlt werden muss, woraus dann weitere Patenschaften generiert werden. Im Vorfeld konnte ich schon die ersten sechs Patenschafts-Spender verbindlich gewinnen.


      Dieses Programm wurde übrigens von Martina Kunert, schon mehrfach in meinen Malawiberichten vorgestellt, entwickelt und ausgearbeitet


      Auf facebook (noch in Bearbeitung) können Sie weitere sehr ausführliche Informationen erhalten.
    3. Pyrolyse-Ofen Projekt

      Dieses schon verschiedentlich dargestellte Großprojekt, dem der Vorstand – zur Weiterverfolgung – zugestimmt hat, ist die energetische Weiterentwicklung des Chitetezo Mbaula, sprich ein kleiner Kochofen, der noch weniger Holz benötigt bzw. auch mit Küchenabfällen befeuert werden kann, zudem die Asche dann noch zur Bodenverbesserung beiträgt („Schwarze Erde“ der Inkas) muss noch etwas zurückgestellt werden (2015 ff). Zum Einen, weil hier gerade erste Großversuche (z.B. in Uganda) abgewartet werden müssen und zum Anderen hier ein größerer Finanzierungsbedarf besteht. Hierzu werde ich einen Tag vor unserem Mitgliedertreffen entsprechende Zuschussgespräche in Bonn führen.
    4. Start-up-Patenschaften

      Als weitere Projektoption steht noch ein Unterstützungsfond für junge Handwerker in der Diskussion, hierzu hatte ich auf Anregung eines ehemaligen Entwicklungshelfers ein Besuch in der technischen Schule von Don Bosco in Lilongwe und dort ein Gespräch mit dem Principal.


      Der Vorstand stand diesem Projekt etwas zurückhaltend gegenüber, dieses Projekt wäre auch nur machbar, wenn der Ideengeber, der dafür einen größeren Betrag als Grundstock zur Verfügung stellen wollte, dies dann auch tatsächlich tun sollte.
    5. Homepage

      Unser Mitglied Peter Gran hat zwischenzeitlich mit der Erstellung der Vereins-Homepage begonnen, sein Entwurf wurde vom Vorstand zur weiteren Bearbeitung freigegeben.
      So nebenbei ist dann noch eine Facebook-Seite entstanden.

  3. Literaturhinweise

    Auf unserer Homepage finden Sie einen
    Beitrag über Afrika von Horst Köhler,
    der ebenso wie das Buch von
    Gaus, Bettina : Der unterschätze Kontinent. Reise zur Mittelschicht,
    Frankfurt 2011
    zu einem besseren Verständnis Afrikas führt.


Ich freue mich auf unser Mitgliedertreffen.
Ihr Holger Keppel