Malawi 2019-1 Gerade angekommen

30.05.19 - Holger Keppel

 

Malawi 2019-01

Mein 1. Bericht

Gerade angekommen, aber wie anfangen, ist ja schon wieder alles weit weg und so viel schon passiert.

„The dinner is ready“ , sagt mir Precious ( eine Community Development Assistent, Mitarbeiterin der URAC) eine unserere NGOs, die mich schon im letzten Jahr hier betreut hatte, sehr lieb und fürsorglich und mit zwei Boys, der eine FAITH, mit Bachelor of Science ( Raumplaner) der andere Solomon, ein „ Elektroingenieur“, alle zusammen beschäftigen sich mit unseren Projekten Brunnen- und Toilettenbau etc.

Habe gerade eine Runde Malawian GIN ausgegeben, da haben drei Leute aus einem Glas getrunken ( und sich eine Zitrone reingeschnitten), im zweiten vorhandenen Glas, also meines- war schwierig überhaupt ein Glas überhaupt zu bekommen, war schon südafrikanischer Wein drin , auch lecker ☺

Dieser Gin war übrigens im letzten Jahr der Hit bei unseren- insbesondere- Studentinnen – i.R. des Austausches ☺

Anreise

Herrenberg-Stuttgart, Verspätung natürlich, bin im Kinderabteil gelandet, ab Mannheim gab es nur noch Stehplätze, im Flughafen, wie von Isolde vorausgesagt, war die große Rolltreppe mal wieder gesperrt, während ich da so stehe und nachdenke wo es da einen Aufzug gibt packt ein jungen Mann mit deutlichen südlichen Migrationsintergrund – ungefragt – einen meiner Koffer und schafft ihn leichtfüßig nach unten, richtig nett!!

In Stuttgart bereits ist mir ein Handgriff eines Koffers gebrochen und in der Folge habe ich gerade heftige Probleme mit meiner Schulter, 2 × 23 kg plus 7 kg Rucksack war wohl schon ziemlich viel.

Bei der Kofferabgabe treffe ich gleich Rüdiger , hier Packmohr genannt, die können das Ü bei Rüdiger nicht aussprechen, ich laufe hier unter Dr. Hooga.

Ging eigentlich alles ganz gut, Rüdiger hatte zwischendurch seine Jacke verloren, mir haben sie in ADDIS zwei Feuerzeuge einkassiert, dann gab es
überraschend einen Umweg über Lubumbashi, somit war ich jetzt auch einmal im Kongo im Foto sieht man die Abraumhalden, der allen wichtigen „seltenen Elementen“ die der Westen so braucht ;-)

Abgeholt hat uns dann Renata, das Airteilbüro hatte geschlossen, ebenso dann in der City, der Buchladen auch, aber die konnten wir dann überzeugen nochmals aufzumachen, wollte dort Anschauungsplakate für die Schule kaufen, hat auch geklappt 15 Tafeln für 73 Euro, richtig toll ☺

Danach Besuch bei Tobias, das Solarunternehmen, dass die Solaranlage für die Tawukaschule installieren soll, diese Woche soll es losgehen ! ☺

Abends gemeinsames Abendessen mit den Schramms im Mia Mare, war nett, gute Gespräche, dominant war das immer noch nicht veröffentliche und angefochtenen Wahlergebnis der Präsidentenwahl, es gab ständig Warnungen zuhause zu bleiben wegen Unruhen, die gab es dann auch an einigen Stellen.

Am Sonntag dann volles Programm, am Vormittag bei Taste of Malawi und am Nachmittag bei KHALA, beides „Textilunternehmen“ zur Vorbereitung unseres Tailoring and Sewing Projekts in Chilumba, es lohnt sich deren Homepages anzuschauen, die machen tolle Sachen !

Zwischendring Kaffee- und Kuchenpause bei Schramms, war gut , also der Kuchen ☺ sonst natürlich auch ☺

Und dann am Abend Dinner mit dem Deutschen Botschafter Jürgen Borsch, sehr angenehm und gute Gespräche zu Projekten, Fördermöglichkeiten etc. Ansonsten war die Situation etwas angespannt, der Botschafter ständig mit zwei Handys unterwegs, wann geht es los zur Einsetzung des neuen/alten Staatspräsidenten im Süden in Blantrye, unsere gemeinsame Einschätzung ( meine Gesprächs- Wahrnehmung ) dass hier jetzt eine Chance für Malawi vertan wurde, will ich aus „diplomatischen „ Gründen jetzt nicht vertiefen, bin ja nur Gast in diesem Land ☺

Am Montag haben wir uns dann ins Internet bei AIRTEIL eingekauft, um 12.00 Uhr ging es dann los mit dem SOSOSO Bus nach Mzuzu.

Als gelernter Stadtplaner, mit guter Orientierung, muss ich leider gestehen, dass ich mich in den malawischen Städten nicht zurechtfinde, nur irgendwie kam es mit komisch vor, wohin unser Taxifahrer unterwegs war, ich habe dann opponiert und tatsächlich der fuhr ans andere Ende der Stadt zur AXXA-Busstadion, aber es hat dann doch noch gereicht ☺ und wir kamen pünktlich an.

Um 12.00 Uhr ging es dann los zur vorletzten Etappe nach Mzuzu, fünfeinhalb Stunden durch dieses schöne Land, 14.00 Kasungu, 16.00 Mzima, 17.00 Elefantenfelsen, usw.

Mein Handy schwächelt gerade sehr und die whatsapp gingen nicht raus habe dann Bernhard angerufen, dass er uns abholen sollte, hat dann zumindest telefonisch geklappt, angekommen…….und plötzlich steht Mtafu Manda vor mir : that‘ your driver und so hatten wir plötzlich zwei Driver :_´-) auch gut ☺

Und so kamen wir dann glücklich in Bernhards Lodge an ☺

In sofern kann ich jetzt und die nächste Etappe nach Chilumpa dem nächsten Bericht zuschlagen ☺

Die letzte Etappe nach Chilumpa, mit dem URAC- Driver verlief jedenfalls sehr gut ☺