Malawi 2017-1 1.Bericht 28.4.17 – 1.5.2017

6.05.17 - Holger Keppel

 

Malawi 2017-1

1.Bericht 28.4.17 – 1.5.2017

Ach Malawi, so ist gerade meine Stimmung, heute Samstag, dem 6. Mai 2017

oder wenn einer „Eine Reise tut, dann kann er was erzählen”.

Kalt war es am Bahnhof in Herrenberg und dann in Stuttgart, habe meinen Pullover aus dem Koffer geholt und saß, als ich dies notiert hatte bereits etliche Stunden später schwitzend im Flughafen in Addis nach einer schlaflosen Nacht.

Der Sandwich im Fraport war teurer wie die erste Übernachtung in Lilongwe, aber diese war auch nix. Bei dem Preis könne das ja nur ein Bruchbrude sein meinte meine liebe Isolde, tja man sollte seiner Gattin hat doch nicht wiedersprechen, sie könnte ja tatsächlich einmal recht haben.

Hatte viele nette Begegnungen auf der Flugreise, im Flieger neben mir eine kanadische Freiwillige, in der neuen Raucherbox in Addis einen Südafrikaner, der seit drei Jahren Schuhe in Österreich einkauft und in Südafrika verkauft, an der Bar, wie immer – ein Bier kostete 5 U$ -traf ich einen Senegalesen, einen Polizisten, der schon in Berlin war. Im Zug von Herrenberg habe ich mich auch mit einem Polizisten unterhalten, der mir erzählte er hätte sich nie vorstellen können, dass er heute mit Schussweste und Pistole herumlaufe. Tja und der Senegalese sprach irgendwie ein eigenartiges Englisch, da kam mir die Idee im Senegal wird ja Französisch gesprochen , also haben wir uns dann weiter auf Französisch unterhalten, da meinte der doch tatsächlich ich würde sehr gut Französisch sprechen, naja, die Französischlehrerin an meiner Seite behauptet die zwar auch immer, uneitel wie ich bin höre ich dies dann natürlich schon gerne , auch wenn es nicht stimmt; in einem französischsprachigen Land in Afrika könnte ich meinen hiesigen „Job“ so gerade nicht bewältigen, der VHS –Kurs mit meinen netten Damen dort war da schon hilfreich, hat doch tatsächlich bei unserer ersten Begegnung hier der hiesige Senior Lecturer Mr. Mtafu Manda behauptet ich würde doch viel besser Englisch sprechen als 2013, aber hoppla, tja der kannte mich von damals, ich ihn eher weniger, naja als Weißer bleibt man da eher in Erinnerung, bisher habe ich hier an der MZUZU UNIVERSITY künftig kurz Mzuni genannt noch keinen weitere Mzungo (= Weißnase) gesehen.

Der Flug war ein bißle anstrengend, kaum eingestiegen gab es zwischen 23.-und 24.00 Abendessen

Und bereits um 3.00 Uhr Frühstück, irgendwann dazwischen viel mir mit Schrecken ein, dass ich meinen Rasierapparat vergessen hatte, war aber wohl nur ein Traum, habe alles was so zwischenzeitlich „abhanden gekommen“ war, wiedergefunden.

Zurück nach Addis, immer übervoll, man findet kaum einen Platz und das ist der einzige Ort wo Männer vor der Toilette Schlangen stehen müssen, obwohl sie gerade nachgerüstet haben, jedenfalls ich nehme neben zwei weißen Frauen Platz, die sprachen Deutsch und wollen nach Malawi, die eine hatte gerade zweimal 250gr äthiopischen Kaffee für zusammen 11 US$ gekauft, kommunikativ, wie ich mittlerweile bin, sage ich warum kaufen sie den Kaffee denn nicht in Malawi, da habe ich eine gute Adresse, dann steht die eine auf und sagt :… sind Sie nicht der, von dem mir Edith erzählt hat, dass Sie zu Renata Schramm reisen, ich bin die Susanne, BINGO ich war und bin DER, war nett.

Die Kontrolle – durch dieses Nadelöhr -dort war wie immer grauenhaft und katastrophal.

Im Weiterflug nach Lilongwe gab es noch ein Gespräch mit einem Holländer, der gerade von der Märzakademie als Designlehrer zurückreiste und einem Inder aus Nigeria, ein IT-Mensch, sowie eine Malawier, der bei CARITAS in Malawi beschäftigt ist.

In Lilongwe wurde ich dann pünktlich von Peter Schramm abgeholt, die Temperatur am Flughafen zeigte 26,7°an. Statt wie ursprünglich geplant, gleich direkt zu Airtel zu fahren um Unit für das Handy und Internet zu kaufen sind wir gleich zur Mama Land Lodge gefahren um dort das Gepäck abzuliefern, es würde gerade in Lilongwe sehr viel am hellen Tag geklaut und Peter wollte den Wagen mit Gepäck nicht in der „City“ abstellen.Diese Lodge, in der ich schon einmal war hatte den Vorteil, man konnte das Haus von Schramms fußläufig sehr gut erreichen, das überwog anfänglich dem nicht gerade schönen aufbauenden Zimmer.

Dann zurück ins Zentrum Airtel-Units kaufen, aber keinen Dongle, das war ein Fehler glaube ich, aber Renata zeigte mir Einstellungen auf dem Handy so dass ich dieses als Dongle benutzen könnte, hat aber bis heute nicht geklappt, vielleicht bin ich auch zu doof dafür, aber keiner konnte mir bisher helfen, gestern Abend war ich aber dann doch dicht dran bei web.de, aber dann doch gescheitert. Irgendwie hat der Schwabe Peter bei Renata abgefärbt 20 € eingespart aber kein Internet.

Dann zurück in die Lodge etwas frisch machen, die Dusche funktionierte nicht am Waschbecken gab es nur einen kleinen Wasserstrahl, das war alles Mist, irgendwann hat es mir gereicht und ich bat um ein anderes Zimmer, es gab nur noch ein Doppelzimmer, das hat dann statt 10 € jetzt 12 € gekosten, etwas größer und hatte zumindest einen Schrank mit einem Kleiderbügel, das Moskitonetz hatte mehrere, große Löcher, ich bat um Austausch (Kommentar Peter, da kannste lange warten, stimmte leider, bei der Umpackerei des Gepäcks war dann meine Uhr weg und wurde nicht mehr gefunden. Dann mit Rucksack zu Fuß zu Schramms, Vorplatz und Garten, Pergola neu gestaltet, sieht richtig gut aus ! Nach einem sehr schönen Abend bei Peter und Renata , zuerst waren die neuen Nachbarn da, die das ehemalige CCODE –Guesthouse jetzt angemietet hatten, dann kam Bernhard mit einem jungen Paar, sehr nett, aus Heimerdingen, der junge Mann Fabian stellte sich dann als Schulkollegen von Maurice Merk heraus.

Irgendwann hat mich dann Bernhard zurück in die Lodge gefahren und dann begann das kleine Drama….Auch in dieser Dusche fehlte die Birne in der Deckenlampe, das Wasser war kalt und spärlich, das Moskitonetz war natürlich nicht ausgetauscht worden. Ich ging dann nochmals mit Handy und einer Cola an die frische Luft, die Eingangstür war kein Problem weil vor einigen Tagen eingebrochen worden sei aber die Tür in mein Zimmer wurde zum Problem, irgendwie vertrugen sich das Schloss und der Schlüssel nicht, man brauchte zwei Hände, ziehen und drücken, sanfte und heftige Gewalt, aber ich habe es dann endlich geschafft, wollte das Handy an der Steckdose, die auch mal wieder aus dem Putz heraushing, aufladen und das Handy war weg, auch dies noch, musste ich wohl draußen auf dem Tisch liegen gelassen haben nix wie raus, denkste, das Schloss nicht aufbekommen, ich bekam so langsam die Krise. Draußen auf der Terrasse war aber kein Handy wieder zurück und da lag es neben der Tür zusammen mit der Cola auf dem Boden, weil ich ja beide Hände brauchte um das Schloss aufzubekommen. Ziemlich entnervt ging ich dann ins Bett, nur die Klospülung lief und lief und….die Klotür konnte man nicht zumachen, weil das Schloss herausgebrochen war, mit der Taschenlampe habe ich dann den Hahn gefunden und das Wasser abstellen können.

Mein Entschluß stand fest, nix wie weg und in die Korean Garden Lodge

Fortsetzung folgt……………